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03.07.2009

Erb- und Pflichtteilsrechtsreform passiert nach langem Hin und Her den Bundestag

Aus der von der Politik ins Auge gefassten großen Reform des Erb- und Pflichtteilsrechts ist nun ein »Reförmchen« übrig geblieben. Ein weitläufiger Konsens konnte nicht erzielt werden, insbesondere blieben die in der Praxis oftmals zu ungerechten Ergebnissen führenden Regelungen unverändert.

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01.07.2009

Vermieter von Gewerberäumen darf nach Ablauf der Kündigungsfrist Heizung abdrehen!

In der anwaltlichen Beratung erregte oft der Hinweis an einen Gewerberaumvermieter, er müsse trotz wirksamer Kündigung des Mieters die weitere Nutzung der Räumlichkeiten dulden und den Mieter weiter mit Heizung etc. versorgen, die Gemüter. Es ist beziehungsweise war schwer zu vermitteln, warum der Vermieter sehenden Auges durch weitere Versorgung Kosten produzieren soll, die er mit größter Wahrscheinlichkeit beim Mieter nicht mehr realisieren kann.

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19.06.2009

Endlich - gesetzliche Verankerung der Patientenverfügung!

Eines der politischen Reizthemen der letzten Jahre scheint nun sein Ende gefunden zu haben. Der Bundestag hat in 3. Lesung gesetzliche Vorgaben zur Verankerung der Patientenverfügung im Betreuungsrecht beschlossen; das Gesetz soll zum 01.09.2009 in Kraft treten.

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29.05.2009

Vermieter muss Kosten für Schönheitsreparaturen aufgrund unwirksamer Klausel ersetzen

Insbesondere durch die Änderung der Rechtsprechung zu den Klauseln um die Durchführung von Schönheitsreparaturen durch den Mieter stellt sich in der Praxis ein neues Problem. Ist eine Überwälzung von Schönheitsreparaturen unwirksam, führt der Mieter allerdings dennoch die Arbeiten durch, war bislang unbeantwortet, ob der Vermieter Ersatz zu leisten hat, wenn ja, auf welcher Rechtsgrundlage und in welcher Höhe.

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12.05.2009

Keine Beweislastumkehr zu Gunsten der Bank bei Kreditkartenmissbrauch

Mit Urteil vom 16. Februar 2009, welches erst kürzlich veröffentlicht worden ist, hat das Amtsgericht München festgestellt, dass eine Bank von ihrer Schadensersatzpflicht gegenüber dem Kunden erst dann frei wird, wenn sie dem Kunden die Verantwortlichkeit für einen Kartenmissbrauch beweisen kann.

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06.05.2009

Anfechtung der Anfechtung der Erbschaftsannahme ist grundsätzlich möglich

Stirbt ein Erblasser, ist es für die potentiellen Erben oftmals nicht zu überblicken, inwieweit er einen positiven Nachlass hinterlassen hat. Mit der gesetzlich festgelegten Ausschlagungsfrist von sechs Wochen ab Kenntnis von Tod und der einschlägigen erbrechtlichen Regelung ist die Zeit äußerst kurz bemessen, sich die notwendigen Informationen zu besorgen, um die Lage tatsächlich zutreffend einschätzen zu können.

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06.05.2009

Wohnflächenberechnung bei Dachterrasse

Bei der Ermittlung der im Mietvertrag anzusetzenden Wohnfläche steht häufig der richtige Ansatz der Außenflächen für Balkone und Terrassen, auch Dachterrassen, infrage. Ein falscher Ansatz kann weitreichende Folgen hin bis zur außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses bei Unterschreitung der tatsächlichen Wohnfläche um mehr als 10 % haben.

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04.05.2009

Erhebliche Abweichung der Wohnfläche rechtfertigt fristlose Kündigung

In einem Urteil vom 29.04.2009 - VIII ZR 142/08- bestätigte der BGH nun die Tendenzen der Rechtsprechung. Er urteilte erneut aus, dass ein Wohnraummieter einen bereits in Vollzug gesetzten Mietvertrag - in dem zu entscheidenden Fall bewohnten die Mieter seit über zwei Jahren die Wohnung - fristlos kündigen könne, wenn die mietvertraglich zugesicherte Fläche der tatsächlichen Fläche nicht entspräche.

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27.04.2009

Keine langfristige Einkommensprognose bei nachehelichem Unterhalt möglich

Nach dem aktuellen Unterhaltsrechts ist eine Herabsetzung und Befristung des nachehelichen Unterhalts bekanntlich möglich.

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16.04.2009

Vorsätzliche Schädigung des Arbeitgebers durch den Arbeitnehmer Ist Kündigungsgrund

In den letzten Monaten sorgten über die Medien mehrere Fälle, in denen ein Arbeitnehmer das Vermögen des Arbeitgebers äußerst geringfügiger Weise geschädigt hatte, für Aufsehen. So wurde diskutiert, ob die Angestellte eines Metzger ein Pausenbrot mit Wurst aus der Theke belegen dürfe, ohne zu zahlen. Auch ein Fall, in dem die Kassiererin eines Supermarktes Leergutbons eingelöst hatte, die gefunden wurden, erhitzte die Gemüter.

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